Social Design

20. Oktober 2021

 

 

„Der Hund ist der sechste Sinn des Menschen“ (Christian Friedrich Hebbel)

Unsere jungen Nachwuchsdesignerinnen und -designer aus dem Bildungsgang Gestaltungstechnische/r Assistent/in (AHR) haben in ihrem ersten realen Kundenauftrag kritische Motive kreiert, die sich mit Wohnungslosigkeit und deren Überwindung auseinandersetzen. Zuvor haben sie sich bei fiftyfifty-Geschäftsführer Hubert Ostendorf ausführlich über das Thema informiert, ihre Zwischenergebnisse präsentiert, provokante Entwürfe zur Diskussion gestellt und ihre Arbeiten in der Projektwoche 2022 finalisiert.

Die Motive sind als anspruchsvolle, provokante, bissige und humorvolle Memes für Social Media erdacht worden. Sie erscheinen ab dem 1. Dezember Tag für Tag bis Weihnachten als digitaler Adventskalender auf den facebook- und Instagram-Seiten der Schule sowie bei fiftyfifty und werben sowohl für den Kauf der Straßenzeitung als auch für den Motivkalender „STRASSENHUNDE ´23“ von underdog, einem weiteren Projekt der Wohnungslosenhilfe von fiftyfifty/Asphalt e.V..

Beides können Sie auf der Straße bei fiftyfifty-Verkäufern erwerben: den wirklich schönen Hundekalender für 10 Euro, die professionelle, gehaltvolle Zeitung für 2,80 Euro. Die Hälfte der Einnahmen gehen wie immer direkt an den Verkäufer selbst. (Hier gelangen Sie zum Onlineshop von fiftyfifty)

Seit vielen Jahren bereits engagiert sich die Lore-Lorentz-Schule in dieser Weise. Das Team von fiftyfifty ist zum wiederholten Mal begeistert von dem Engagement junger Menschen. Hubert Ostendorf zeigt sich angetan: „Die Schüler*innen von heute sind die, die morgen Verantwortung tragen. Es ist gut, wenn sie heute schon lernen, wie wichtig es ist, die Ärmsten in den Blick zu nehmen.“ Oder um es mit den Worten von Lore Lorentz zu sagen, die in großen Buchstaben das Treppenhaus im Schulgebäude an der Schloßallee 25 zieren: „Denken statt überdenken, sehen statt übersehen.“

Das hier gezeigte Meme ist von der Schülerin Anastacia Mensah und zeigt unsere Schulhündin Aline.

O-Töne einiger Schülerinnen:

Chakira Aanan: „Durch das Projekt habe ich erkannt, dass auch wir Wohnungslosen helfen können. Und dass man dazu nicht reich sein muss, um Menschen zu helfen.“

Laura Begendörfer: „Die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Obdachlosigkeit hat mich stark zum Nachdenken angeregt und dazu inspiriert, auch helfen zu wollen.“

Natalie: „Durch das Schulprojekt ist mir klar geworden, dass viele Wohnungslose, die durch ihr Schicksal auf der Straße gelandet sind, davon wegwollen. Sie sind alleine, weil sie sich ihrer eigenen Familie gegenüber schämen. Dabei wollen sie eigentlich nur ein ganz normales Leben führen. Und mit Hilfe von fiftyfifty ist es möglich, dass sie ein neues Zuhause erhalten und wieder auf die Beine kommen. Das ist bemerkenswert und toll!“

Etienne: „Dieses Projekt war für mich eine besondere Erfahrung, weil es nicht nur der allererste ‚richtige‘ Kundenauftrag in meinem Leben war. Die Arbeit für underdog/fiftyfifty hat mir im wahrsten Sinne des Wortes ‚meine Augen geöffnet‘: Wenn ich jetzt durch Düsseldorf gehe, fallen mir all die fiftyfifty-Verkäufer sofort auf. Und ich freue, wenn ich den Hundekalender sehe.“

Hier gelangen Sie zum Archiv auf fiftyfifty-galerie.de und zu allen Memes der Schüler*innen.

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