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12PF Sommersportpraktikum Wellenreiten 2011

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Sommersportpraktikum der Freizeitsportleiter vom 18.06.2011 – 2.07.2011
Wellenreiten in Cap de l’Homy, Süd- Frankreich

Pünktlich trafen wir uns um 18h an der Schule, um gemeinsam mit dem Bus nach Frankreich aufzubrechen. Die erste Überraschung; der Bus sollte 2 Stunden später eintreffen! Letztendlich saßen wir erst um 20.30h im Bus und starteten trotzdem gut gelaunt in Richtung Frankreich. Zunächst war die Stimmung gut und ausgelassen, was sich aber im Laufe der Fahrt ändern sollte. Angesagt waren 16 Stunden Fahrt und dementsprechend waren wir auch ausgerüstet. Als wir dann nach 10 Stunden gerade mal Paris durchquerten, wurde uns schlagartig bewusst, dass diese Fahrt um einiges länger dauern würde. Im Endeffekt erreichten wir erst nach 22 Stunden das Cap de l’Homy. Eine lange Reise, welche sich aber lohnen sollte.
Wir wurden freundlich von den Teamern empfangen und zu unseren Unterkünften geführt. Die Umgebung gefiel uns auf Anhieb sehr gut und wir fühlten uns direkt sehr wohl. Bei dem von den Teamern bereiteten Begrüßungsessen ließen wir es uns alle schmecken. Nach der Begrüßungsansprache von Camp-Leiter Norbert Hoischen brachten wir unsere Koffer in die Zelte, schlüpften in unsere Schwimmsachen und machten uns sofort auf den Weg zum Meer. Oben auf den Dünen angekommen warfen wir einen ersten Blick auf die Atlantik-Küste und waren schwer erschrocken. Die Wellen waren groß und mächtig und es erschien uns so, dass sie uns sobald wir das Wasser betreten, mitreißen würden. Als wir unten am Strand ankamen zogen wir die übergeworfenen Klamotten aus, nahmen uns an die Hand und rannten so schnell wie wir konnten in die Fluten - und es war schön. Es war erfrischend kühl und der Stress der Fahrt fiel von uns ab. Wir waren aber auch sehr überrascht von dem starken Sog, der immer wieder an uns zerrte und versuchte uns mitzureißen. Als wir wieder im Camp ankamen bezogen wir unsere unerwartet großen Zelte. Am Abend lernten wir noch die Teamer kennen, mit denen wir in den folgenden 2 Wochen zusammenarbeiten sollten und tauschten uns über unsre Kenntnisse in Bezug auf das Wellenreiten aus. Danach fielen wir alle ins Bett und schliefen beim Rauschen der Wellen ein.
In den folgenden Tagen lernten wir einiges über das Wellenreiten. Die Teamer brachten uns gekonnt die Grundsätze des Wellenreitens, - also das Gleiten, das Anpaddeln und das sichere Stehen auf dem Brett, bei und wir lernten immer mehr über das Meer, den Wind und all die anderen äußeren Einflüsse, welche entscheidend für einen guten Ritt auf den Wellen sind.
Als wir es alle geschafft hatten, einmal im vorderen Bereich der Wellen auf dem Brett zu stehen, erklärten uns unsere Teamer wie wir nach draußen, ins Line-Up kommen, wo die Wellen zum ersten Mal brechen und am mächtigsten sind. Außerdem erklärten sie uns wie man einen Grün-Wellen-Start vollzieht, also diese großen noch ungebrochenen Wellen anstartet. Das Problem war, dass man hierfür aber es erst einmal durch die Schaumwalzen der Wellen kommen musste, was sich als sehr schwierig herausstellte. Nach einigen Versuchen schafften wir es nach und nach in das Line-Up. Das Erlebnis zum ersten mal dort draußen auf seinem Brett zu sitzen und zu sehen, wie groß die Wellen sind, wenn sie dort brechen, war beängstigend aber auch herausfordernd. Doch wir fassten all unseren Mut zusammen und versuchten diese Wellen anzupaddeln. Einigen gelang es auf Anhieb und wieder Andere brauchten etwas mehr Zeit. Doch das Gefühl, dass erste Mal auf seinem Brett zu stehen und auf der Welle zu reiten, war wunderschön. Es machte einen stolz und glücklich zugleich und war einfach überwältigend. Dies übten wir nun Tag für Tag bei den verschiedensten Bedingungen. Einmal wurden wir bei unseren Versuchen gefilmt und abends haben wir diese Versuche dann gemeinsam analysiert. Dies war eine gute Methode, da wir so unsere Fehler selber sahen und wussten, was wir ändern mussten.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Wellenreiten sehr anstrengend ist und auch einige Gefahren wie beispielsweise eine ablandige Strömung oder Wettereinflüsse beinhaltet, dass es aber, wenn man diese Gefahren minimiert, uns allen sehr viel Spaß bereitetet hat. Es ist eine großartige Erfahrung und wir sind stolz darauf sie gemacht zu haben. Dieser Sport ist definitiv empfehlenswert und jeder sollte mal diese großartige Erfahrung selbst erleben.

Melanie Küll und Lisa Zollweg für die 12PF1