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"Genitalverstümmelung - ein bleibender Schnitt ins Leben"

Am 18.06.2009 wurde die Aula der Lore-Lorentz-Schule wieder einmal durch eine selbst organisierte Veranstaltung belebt. Diesmal hatten sich Schülerinnen und Schüler des Bildungsgangs Fremdsprachenkorrespondent/in im Fach Gesellschaftslehre des heiklen Themas "Genitalverstümmelung - ein bleibender Schnitt ins Leben" angenommen.

In wechselnden Arbeitsgruppen hatten die Schülerinnen und Schüler die medizinischen, geschichtlichen und kulturellen Hintergründe recherchiert, mit möglichen Referenten und mit Hilfsorganisationen Kontakt aufgenommen und die Veranstaltung komplett organisiert. Dazu gehörten die Anfertigung einer Informations-broschüre, die Ausarbeitung eines Vortrags zum Thema und sämtliche technischen Vorbereitungen bis hin zur Bestückung von Stellwänden. Im Vorfeld hatte die Klasse in der Schule selbstgebackenen Kuchen verkauft, um Spenden für dieses Projekt zu sammeln. Gleichzeitig bereitete eine Parallelklasse des Bildungsgangs Kunst Kunstwerke zum Thema vor, die bei der Informationsveranstaltung auf Stellwänden und Staffeleien präsentiert wurden.
Höhepunkt der sechsstündigen Veranstaltung, an der umschichtig mehrere Klassen der Lore-Lorentz-Schule teilnahmen, war neben den Vorträgen zweier Schüler der 11SF das einstündige Fachreferat von Dr. Christoph Zerm. Als weitere Expertin war Jawahir Cumar zu Gast, Vorsitzende des Düsseldorfer Vereins "stop mutilation". Beide stießen mit ihrer Fachkenntnis und Kompetenz auf großen Anklang und regten viele Diskussionen und Gespräche innerhalb der Schülerschaft an.
Das schmerzhafte Thema schockierte und berührte, aber das war auch Sinn und Zweck der Veranstaltung, denn über die sachliche Information hinaus sollte angeregt werden, dass und wie man sich gegen einen solchen Brauch engagieren kann. In diesem Zusammenhang werden mehrere Schüler weiteren Kontakt zu "stop mutilation" pflegen, und für die 11KU war es ein besonderes Erfolgserlebnis, dass Jawahir Cumar - wie alle begeistert von den Kunstwerken - anbot, die Werke bei zukünftigen Veranstaltungen ihrer Organisation einzusetzen.
Zusätzlich kam ein namhafter Betrag von Spenden zusammen, der den betroffenen Mädchen und Frauen - nicht nur in Afrika, sondern auch in unserem eigenen Land - zugute kommen soll. Alle Anwesenden und Beteiligten empfanden die Veranstaltung als rundum gelungen und verließen sie mit dem Wunsch, dass die Tradition der Beschneidung und Verstümmelung von Mädchen ein schnelles Ende nimmt. Die Schüler können stolz darauf sein, einen kleinen Beitrag dazu geleistet zu haben.



Für die 11SF,R. Kruse