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Bundestagswahl 2005
"Schüler fragen - Politiker antworten"
Erstwähler befragten ihre Bundestagskanditaten
Es ist mittlerweile Tradition. Die Lore Lorentz Schule lädt Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Wahlkreis der Schule zu einer Podiumsdiskussion ein. In den Gesellschaftslehrekursen werden vor Wahlen die Programme der Parteien zum Unterrichtsgegenstand. Wer könnte Sie besser erklären als die zur Wahl stehenden Kandidaten selbst?! Die Politiker folgen gerne der Einladung. Sie stellen sich einer Gruppe von Erstwählern traditionell mit Fragen, die junge Menschen persönlich betreffen. Für Unentschlossene und Erstwähler stellt dies eine weitere Orientierungshilfe dar.
Dies ist auch in diesem Jahr – trotz der Kurzfristigkeit - wieder gut gelungen. Die Schüler und Schülerinnen der Lore-Lorentz-Schule haben am Montag, den 12. September 2005 um 14:00 Uhr, den Kandidaten und Kandidatinnen für die Bundestagswahl am 18. September 2005 ein Plenum zur Darstellung ihrer Ideen hinsichtlich der Zukunft der Bundesrepublik und somit auch der Jugend eröffnet. Fragen, die zwar allgemein relevant sind, aber meist nicht in Rücksichtnahme auf die Jugend diskutiert werden, sollten dabei im Mittelpunkt stehen. Für viele Schüler und Schülerinnen sind Aspekte ihrer anstehenden Ausbildung ausschlaggebender als die Frage nach den Benzinpreisen. Schaffung von Arbeitsplätzen ist ein Thema, welches in den nächsten Jahren für die Schüler noch nicht ansteht.
Den Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien war dies meist bewusst. So stellten sich Karin Kortmann (SPD), Beatrix Philipp (CDU), Reinhard Matheisen (FDP) in Vertretung von Manfred Neuenhaus, Frank Laubenburg (WASG) sowie Norbert Czerwinski (Grüne) den Fragen der interessierten Wähler der Lore-Lorentz-Schule. Die Klasse 11 NF hat mit ihrer Lehrerin für Gesellschaftslehre mit Geschichte, Frau Cramer, die Podiumsdiskussion organisiert und durchgeführt. Schwerpunktthemen waren hierbei Familienpolitik, Arbeitsmarktpolitik sowie die Reformpolitik. Themen, die aus der Sicht der jungen Wähler hinterfragt werden sollten. Leider musste aus Zeitgründen der letzte Themenschwerpunkt undiskutiert bleiben.
In der Ausführlichkeit der Antworten der Kandidaten und Kandidatinnen auf die ersten Fragen war jedoch auch darüber bereits indirekt Auskunft gegeben worden. Die Schüler und Schülerinnen der 11 NF sahen die Plenumdiskussion als persönliche Herausforderung. Zuvor heraufbeschworene Krampfsituationen traten nicht ein. Die Schüler konnten ihre Aufgeregtheit durch professionelles Arbeiten überspielen. Redegewandten Politikern das Wort zu entziehen, weil sie den vorgegebenen Zeitrahmen mit ihren Antworten sprengten, erwies sich als bei weitem schwieriger. Den Schülern und Schülerinnen ist es jedoch gelungen eine Atmosphäre der anregenden und nachvollziehbaren Diskussion herzustellen.



