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Schüler und der Neubau - Lokalzeit Düsseldorf berichtet ebenfalls
Schock mal deine Freunde – Bau mal eine Schule
Die Umwelttechnischen Assistenten aus dem Jahrgang 2004 - 2007 nutzten das Unterrichtsthema REGENERATIVE ENERGIEN um ein Stück Zukunft mit zu gestalten.
Echte Herausforderungen anzunehmen macht einfach mehr Spaß als üben an Beispielen von denen man nie weiß ob sie einmal zu etwas gut sein werden. » Deshalb sind wir, die Schülerinnen und Schüler aus dem Bildungsgang Umwelttechnische Assistenten, auch auf die Idee gekommen uns in die Planung des neuen Schulgebäudes einzumischen [1.060 KB]
. Ziel war es sich aktiv an der Einführung bewährter Technologien zum Klimaschutz zu beteiligen, weil es immer sehr lange dauert bis neue, gute Konzepte endlich die richtige Akzeptanz finden und dann auch eingesetzt werden.
Klingt gut, - war aber natürlich nicht so einfach. Am Anfang gab es eigentlich nur die Feststellung: die alten Unterrichträume sind klimatisch eine Katastrophe, weil es entweder zu kalt oder zu warm, immer aber ungemütlich war. Dann sickerte die Meldung durch, dass es einmal ein neues Schulgebäude geben soll. So spontan war dies für uns Schüler der Klasse 12, eine nicht wirklich interessante Neuigkeit, denn bei Fertigstellung sind wir längst weg. Aber, Klimaschutz ist auch noch nach Schulschluss, also haben wir weitere Überlegungen angestellt. Dabei sind wir auf die gute, alte "Wärmepumpe" gestoßen, mit der man heizen und kühlen kann und die nur 30 % an Energie einer normalen Heizungsanlage benötigt, die dann aber im Sommer immer noch nicht kühlen kann. Unsere Chance sich durchzusetzen bestand darin diese Idee dem Architekten möglichst professionell vorzustellen und zu hoffen, dass dieser mutig genug sein würde die technischen Fakten auch ernst zu nehmen.
Bis hierhin war alles prima, denn über Ideen lässt sich locker reden ohne ins Schwitzen zu geraten. Auch bei der Recherche: Kaffee trinken bei den Stadtwerken Düsseldorf mit wichtigen anzugtragenden Menschen und einer guten Fachberatung zum Thema, aber immer locker reden.
Aber dann war alles plötzlich wieder richtige Schule. Fachtexte, Grafiken und kein Ende für eine Expertise zum Thema Wärmepumpe. Außerdem glaubte keiner mehr so wirklich, dass Architekten und Regierungsbehörden uns jemals ernst nehmen würden. Letztendlich rettet uns alle nur die klassische Durchhalteparole: "Jetzt sind wir soweit gekommen, dann können wir den Rest auch noch fertig stellen." Und das war plötzlich richtige Schule für´s Leben.
Zu letzt bleibt die Feststellung; Wunder dauern etwas länger. Unsere Idee wurde aufgegriffen, umgesetzt und durch unsere Initiative sogar zu einem vollständigen Passivhaus ausgeweitet.
Fernsehstars sind wir dadurch zwar nicht geworden, denn dazu waren wir viel zu nervös als der WDR einen Fernsehbeitrag mit uns gedreht hat. » Wir freuen uns, dass die AGENDA 21 - das Zukunftsmagazin für Düsseldorf über unser Projekt berichtet [713 KB]
. Aber mit Stolz und Zufriedenheit als Schüler ein Stück Zukunft mitgestaltet haben gehen wir neuen Herausforderungen entgegen. (NC/G. Weber)
