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Benedikt Gröver 13 NP gewinnt das Bundesfinale bei Jugend forscht
Vor zwei Jahren begann Benedikt Gröver sich für den Krebsnebel zu interessieren. Heinrich Kuypers, der Leiter der Astronomie –AG, bestärkte ihn darin, sich bei Jugend forscht anzumelden. In der Kategorie Geo- und Raumwissenschaften belegt Benedikt nun Platz 1.
In seiner Laudatio steht: „Die Jury hat der konsequente Weg beeindruckt, den der Jungforscher verfolgt hat, um die Rauscheigenschaften seiner Digitalkamera so gut zu charakterisieren, dass er ein überzeugendes Spektrum aufnehmen konnte“
Hintergrund: Im Jahr 1054 tauchte plötzlich ein neuer, extrem heller Stern auf. Dies hatten chinesische Astronomen beobachtet. Heute kennen wir des Rätsels Lösung: Ein alter Riesenstern war am Ende seines Lebens explodiert und zu einer Supernova geworden.
Projektarbeit: Die Überreste hat Benedikt als Krebsnebel genau ins Visier genommen, mit einem Teleskop das Licht in seine Bestandteile aufgeteilt. Somit konnte er die chemischen Elemente im Krebsnebel bestimmen, die Größe und Entfernung messen und die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Explosion abschätzen.
Ablauf: Viele Nächte musste Benedikt auf ein gutes Bild warten. Die selbstgekaufte Spiegelreflexkamera schien nicht geeignet genug. Das hatte man Benedikt auch auf einem Astronomie Workshop gesagt. Das bot ihm eine besondere Motivation, dennoch dran zu bleiben. Am Ende hat er es geschafft. Die Leuchtkraft des Krebsnebels ist nämlich sehr gering: es ist, als ob man von ca. 55 km Entfernung auf ein Fußballfeld schaut, das mit einem Teelicht erhellt wird.
Berichterstattung: Die » Rheinische Post, [1.136 KB]
die » NRZ [434 KB]
, die » WZ [1.914 KB]
, die » Bild [467 KB]
und » Facebook [167 KB]
berichten über Benedikt. » Laudatio vom Landesfinale [122 KB]
Sein Mentor Heinrich Kuypers, Lehrer an der Lore-Lorentz-Schule weiß es noch genau:
Zu Beginn war es nur eine Frage: „Kann man das auch selber messen?“
So begann für Benedikt Gröver die große Herausforderung sein eigenes Jugend-forscht Projekt zu starten. Die Frage kam Benedikt nach einer Fernsendung über den Krebsnebel und er stellte sie mir in der Astonomie-AG. Und die Antwort war auch ganz klar – „Die Geräte dazu haben wir alle in der Schule.“
So begannen für mich als Leiter der Astronomie-AG viele schlaflose Nächte auf den benachbarten Feldern von Düsseldorf. Nach einigen anfänglichen Misserfolgen, zeigte sich aber schon nach wenigen Monaten der richtige Weg ab, allerdings passierte dann das schlimmste für Astonomen- Eine lange Schlechtwetterperiode und das genau zu der Zeit in der der Nebel am besten zu sehen war. Nach dem wir drei Monate keine einzige wirklich sternklare Nacht hatten war der Krebsnebel für ein halbes Jahr nicht mehr beobachtbar. Doch dann gelang es Benedikt in den Herbstferien mit dem Schulteleskop im heimischen Garten eine Aufnahme zu machen, die alles verändern sollte. Das Bild war gemacht, aber es war einfach nur schrecklich. Die wichtigen Informationen, die alles verraten würden waren so verrauscht und fast bis zur Unkenntlichkeit verwischt. Nun begann Benedikts große Stunde am Computer. Die Daten wurden mit verschiedenen Methoden gefiltert und aufbereitet, so dass nach einigen Tagen endlich ordentliche Daten zur Verfügung standen. Mit diesen Daten öffneten sich alle Türen zum Krebsnebel. Innerhalb kürzester Zeit war seine chemische Zusammensetzung bestimmt und seine Explosionsgeschwindigkeit errechnet. Und damit war der Weg frei für den überzeugenden Sieg bei Jugend –forscht.
Heinrich Kuypers, Leiter der Astronomie AG


